Bürger in Aktion für die Gesundheit

Mühlenbecker Land. Mittlerweile besteht die Bürgerinitiative „Dialog Heidekrautbahn“ aus ca. 150 engagierten und interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die Kritik aber auch Ängste das Projekt, der Reaktivierung der Stammstrecke der Heidekrautbahn, betreffend haben. 

Die Kritik äußert sich im Wesentlichen über den Gesundheits- und Umweltschutz. Glyphosat, Feinstaub, fehlender Lärmschutz, Schrankenschließzeiten, Nachfahrverbot für Güterzüge, Geschwindigkeitsbeschränkung innerorts, Dieselbahnen sowie dem Entfall des Bahnhofs Schildow Nord, etc. Die Bürgerinnen und Bürger möchten gem. Artikel 2 des Grundgesetzes gesund bleiben!

Sie sagen, ja zu ÖPNV – aber nur, wenn dieser zukunftsorientiert, skalierbar und gesund ist. Dreckschleudern die mit bis zu 80 Km/h auch nachts durch den Ort fahren und krebserregende Stoffe in unmittelbarer Umgebung von Kita, Schule, Hort, Altenheim und anliegenden Grundstücken lehnen sie ab!

Lärm, Glyphosat und Feinstaub macht krank. Das ist nachgewiesen und bekannt.

Seit Anfang des Jahres wird, mit wehenden Fahen, seitens der Politik und der NEB das Projekt vorangetrieben, ohne eine echte Bürgerbeteiligung durchzuführen. Lediglich Info-Veranstaltungen seitens des Vorhabenträgers, der NEB, wurden veranstaltet. Bei diesen Veranstaltungen wurden in der reziproken Salamitechnik immer mehr Scheiben abgeschnitten. Der restliche Stummel ist nun der, der uns den Mehrwert bringen soll! Falsch!

Daher fordern die Bürger ein Mit- und Umdenken bei dem Projekt und fordern Ihren Bürgermeister auf, sich endlich für seine Einwohner stark zu machen. Sie vermissen das Rückgrat und die Haltung gegenüber der NEB als Netzbetreiber und Betriebsgesellschaft. 

Die Schildower sind am aktivsten, da hier das reaktivierte Ferkeltaxi über VIER Bahnübergänge entlang und mittendurch von dicht besiedelten teils neu entstandenen Wohngebieten zischen soll. Mit zwei Bahnhöfen auf 500m Entfernung was einer Straßenbahn gleicht. 

Hier fordern die Bürger eine Geschwindigkeitsbeschränkung und ein klares Nachtfahrverbot durch das Mühlenbecker Land!

Sie machen sich jetzt Luft mit Laken, Plakaten und Transparenten, die sie in mühevoller Arbeit beschriftet haben, um Ihre Gedanken mitzuteilen und in der Hoffnung, dass Ihre Ängste und Befürchtungen wahrgenommen werden. Bis jetzt hat der Bürgermeister, Herr Smaldino, keine Reaktion in Richtung Bürgerinitiative gezeigt, außer, dass er sie in einem „Wort zum Sonntag“ diffamierte. Dass ist schade, denn die „Lakenfrauen“ haben was zu sagen.

Man kann gespannt sein, wie die kommenden Wochen verlaufen.


Eure Bürgerinitiative „Dialog Heidekrautbahn“

4 Antworten auf „Bürger in Aktion für die Gesundheit“

  1. Ein Bürgermeister, der berechtigte Einwände zu der Art und Weise , wie ein solches Projekt geplant ist, diffamiert , gehört abgewählt!

  2. Die Aussagen der Web-Seite sind aus meiner Sicht nachvollziehbar und richtig – die Plakate jedoch eher weniger.
    Auf den Plakaten sollte die Aussage „Heidekrautbahn JA, aber …“ ausstrahlen. Derzeit verbreiten sie den Anschein, dass die Autoren gegen die notwendigen Bahn sind.

    1. Hallo Frank,

      die Bürgerinitiative “Dialog Heidekrautbahn” sagt nach wie vor:
      Wenn die Bahn kommt, dann muss sie sich auch in die Gemeinde integrieren, skalierbar, zukunftsorientiert und gesund sein. Nicht andersrum. Die BürgerInnen wollen gesund bleiben. Können Sie Ihnen das abschlagen?

      Die BI sagt ja zu ÖPNV, aber wenn, dann richtig. Vernünftige Querverbindungen in umliegende Gemeinden sind genauso wichtig um lokale Und regionale Arbeitsplätze zu schaffen. Das entlastet nämlich sich den Pendlerverkehr in eine Richtung.

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