Das Aus droht: HANS und die NEB sollen nicht mehr fahren

Plötzlich abgehängt: Brandenburger Regionalbahnlinien droht das Ende

Ein Artikel der Berliner Zeitung vom 15. Juni 2022, Bild-Quelle: dpa/Soeren Stache

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/ploetzlich-abgehaengt-brandenburger-regionalbahnlinien-droht-das-ende-li.236240

Na huch! Werden jetzt die Gelder knapp, oder die Entscheider wach?

Eine schon lange vermutete Tatsache scheint nun auch die Hüter der Geldbeutel zu beschäftigen und plötzlich dämmert es auf der Lichtung. Während die Bürgerinitiative „Dialog Heidekrautbahn“ stets gewarnt hat, dass die Stammstrecke der Heidekrautbahn eine schlechte Nutzen-Kostenbilanz (NKU) hat, dementierten die Nostalgiker immer mit der Argumentation „alles auf die Schiene“.

Natürlich ist es in Zeiten in denen mehr auf Umwelt- und Klimaschutz geachtet werden muss notwendig Maßnahmen zu ergreifen, um hier den Teilnehmern des Individualverkehr Anreize zu schaffen, dies einzudämmen. Aber liegt die Lösung auf der Schiene?

Corona hat und klar vor Augen gehalten wie notwendig aber auch wie möglich das Arbeiten aus dem HomeOffice oder besser gesagt „remote“ ist. Durch mehr und mehr Digitalisierung ist es also nicht mehr notwendig zwingend ins Büro oder zur Arbeitsstelle zu fahren um dort seinen Zeit abzuleisten. Es gilt selbstverständlich nicht für alle Berufsgruppe, jedoch aber für viele Berufsgruppen.

Mehr und mehr Unternehmen bieten Ihren Mitarbeitern teilweise oder gar gänzlich HomeOffice Arbeit an. Viele Unternehmen reduzieren Ihre Büroflächen und richten SharedDesktops ein. Das spart Geld, Ressourcen und schon die Umwelt.

Wann wird verstanden, das es weniger wichtig ist, wie Menschen zur Arbeit kommen, sondern wie die Arbeit zu den Menschen kommt. Digitalisierung ist das Schlüsselwort!!!

Wie geht es also weiter mi der Reaktivierung der Stammstrecke der Heidekrautbahn?

Das ist eine gute Frage, deren Antwort wir in den kommenden Monaten sicherlich erhalten werden. Da die NKU für die Strecke ebenfalls sehr fragwürdig ist, würde es uns nicht wundern, wenn auch hier ein Spitzer Bleistift seine Anwendung findet.

6 Antworten auf „Das Aus droht: HANS und die NEB sollen nicht mehr fahren“

  1. Ich kann es nur hoffen. Bei uns hier in Reinickendorf wir die Reaktivierung nur ganz leise und heimlich kommuniziert. Immer nur mit so einem Nebensatz. Heute habe ich zum ersten Mal einen Link gesehen zum Thema Einsichtname in den Baumaßnahmen und was geplant ist und ich bin entsetzt!

    Eingriff in Naturhabitate mit möglichen Tier- und Pflanzenverlust. Teilweise Zerstörung von Lebensräumen für Tiere und Insekten. Es werden Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete so wie Gewässergebiete, wie das Tegler Fließ von den Baumaßnahmen beinflusst.

    Dazu noch Lärmbelästigungen bei den Anwohnern. Es sollen Lärmschutzwände eingeplant werden, wo vorher die Berliner Mauer stand. Damit auch wieder einhergehen von Eingriff in ein Landschaftsschutzgebiet.

    Und wenn ich jetzt noch lese, dass sie auch noch Glyphosat einsetzen wollen, dann werde ich wütend.

    Ja, wir müssen uns was einfallen lassen für das Klima, aber dafür bereits bestehende Lebensräume gefährden und dann noch Gift einzusetzen und für das Bauvorhaben auch noch Arten zu gefährden, die hier über Jahre wieder angesiedelt wurden, dafür habe ich kein Verständnis.

    Deswegen meine Frage, was kann ich als Bürgerin tun, dieses Vorhaben noch zu verhinden, nachdem es hier bei uns so gut wie nie präsent war in den Nachrichten.

    Viele Grüße
    Christina

    1. Hallo Christina.

      Hallo Christina.

      Vielen Dank für deine Nachricht. Auf deine Frage gibt es viele Antworten. Doch den ersten Schritt hast du bereits unternommen, indem du dein Kommentar hier hinterlassen hast. Wir werden schon bald eine weitere Veranstaltung bekannt geben und darin wirst du die Möglichkeit haben deine Frage vor einem Expertenteam zu stellen. Jeder kann seine Belange in einem Planfeststellungsverfahren äußern und muss von der Behörde gehört werden. Verfolge weiter unsere Seite, auf der wir, in den nächsten Tagen weitere Informationen teilen werden.

      1. Hallo Christina.

        Vielen Dank für deine Nachricht. Auf deine Frage gibt es viele Antworten. Doch den ersten Schritt hast du bereits unternommen, indem du dein Kommentar hier hinterlassen hast. Wir werden schon bald eine weitere Veranstaltung bekannt geben und darin wirst du die Möglichkeit haben deine Frage vor einem Expertenteam zu stellen. Jeder kann seine Belange in einem Planfeststellungsverfahren äußern und muss von der Behörde gehört werden. Verfolge weiter unsere Seite, auf der wir, in den nächsten Tagen weitere Informationen teilen werden.

    2. Hallo Cristina,
      ja das Thema wird leider tot geschwiegen obwohl die Auswirkungen für Mensch und Natur gewaltig sind.
      Es ist noch viel schlimmer als Du darstellst. Die Eingriffe in Natur und Wasserhaushalt sind gewaltig.
      Das Glyphosat oder zukünftige Herbizid soll direkt in das Naturschutzgebiet eingeleitet werden…
      Bei einem Großteil der Anwohner werden die Schallschutz-Werte deutlich überschritten und trotzdem plant die NEB keinen Schallschutz. Die Gutachten sind inhaltlich falsch oder manipuliert.
      Mach mit und engagiere Dich!

      Viele Grüße
      BI Dialog Heidekrautbahn

      1. Guten Morgen,

        ich habe jetzt versucht über meiner NABU Bezirksgruppe das Thema zu aktivieren. Sie haben mir mitgeteilt, dass auf Berliner Seite (Tegler Fließ) die Gruppe in Pankow zuständig ist und das ganze bereits beim BLN (Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz) platziert wurde.

        Ich selber werde nochmal schauen, hier unseren einen Bezirkspolitiker anzuschreiben, der auch das Planungsfeststellungsverfahren bei uns gepostet hat.

        Ich werde weitere dieser Seite folgen und auch schauen was von hier aus noch getan werden kann.

        Meine Bedenken werde ich beim Planungsfeststellungsverfahren einreichen.
        Vor allem auch auf Bezug des Einsatz von Glyphosat und auch den massiven Eingriff in die Naturschutzgebiete.

        Viele Grüße
        Christina

  2. Hallo Christina,

    sehr gut, je mehr sich beteiligen, desto geringer ist die Chance dass die NEB damit durchkommt.

    Zwei Hinweise:
    -Glyphosat wird in ein oder zwei Jahre durch ein neues Herbizid ersetzt. Das wird sicher nicht weniger gesundheitsschädlich.
    -Die NEB plant die Geisanlagen mit einer Tiefenentwässerung neu zu versehen. Das belastete Gleiswasser soll damit gesammelt und konzentriert in die kreuzenden Fließe eingeleitet werden. So auch den Tegeler Fließ des Naturschutzgebietes.
    Aktuell versickert das Wasser den Gleiskörper und wird somit gefiltert und die Herbizide haben Zeit sich abzubauen.

    Viele Grüße
    BI Dialog Heidekrautbahn

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