Neue Heidekrautbahn soll Wandlitz mit Berlin verbinden

Quelle: rbb24.de / Foto: dpa/Jörg Carstensen

Fahrgäste aus dem nördlichen Berliner Umland sollen die Stadt in einigen Jahren auch wieder über die sogenannte Heidekrautbahn erreichen. Ziel sei ein Halbstundentakt der Züge zwischen Berlin-Gesundbrunnen und Klosterfelde bei Wandlitz (Barnim), teilte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg am Donnerstag mit.

Die Heidekrautbahn führte bis zum Mauerbau von Berlin-Wilhelmsruh zum Wandlitzer Ortsteil Basdorf. Berlin und Brandenburg geben nun 760.000 Euro, um die Reaktivierung dieses Abschnitts zu planen. In Wilhelmsruh können Fahrgäste in die S-Bahn-Linien 1 und 26 umsteigen.

Strecke könnte in drei Jahren bedient werden

Auf der Strecke sollen Züge der Niederbarnimer Eisenbahn mit Tempo 80 fahren. Weil die Gleise weitgehend erhalten sind, vertritt das Unternehmen die Auffassung, der Betrieb könne in zweieinhalb bis drei Jahren aufgenommen werden.

„Für die wachsende Bevölkerung in Berlin und Brandenburg bedeutet die Reaktivierung mehr klimafreundliche Mobilität und weniger Belastung durch den Straßenverkehr“, sagte Vorstand Detlef Bröcker.

Die Heidekrautbahn fuhr bis zum Mauerbau 1961 vom S-Bahnhof Berlin-Wilhelmsruh aus. Anschließend wurde die Strecke an der Stadtgrenze zum Bezirk Reinickendorf gekappt und befuhr dann lediglich die Rumpfstrecke nördlich der Berliner Mauer ab Schildow (Oberhavel).

Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) betreibt ebenfalls unter dem Namen Heidekrautbahn eine Strecke von Berlin-Karow nach Basdorf (Barnim) und nutzt dafür ab Schönwalde die alte Heidekrautbahntrasse.

Die einstige Stammstrecke der Heidkrautbahn führte von Wilhelmsruh bis hoch nach Basdorf im Barnim.

Sendung: rbb Um6, 10.01.2019, 18:00 Uhr

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